10. Juni 2020

Elternbrief.pdf
PDF-Dokument [56.6 KB]

 

                                                                                                      

                                                                                                         20.04.2020

Liebe Eltern,

 

die Zeit der Einschränkungen dauert weiterhin an, ein Ende ist derzeit noch nicht abzusehen. Das bedeutet weiterhin für jede Familie eine enorme Ausnahmesituation zu meistern, oft auch mit großen finanziellen Verlusten verbunden. Dieses Desaster ist uns und auch dem Träger durchaus bewusst. Dazu finden Sie eine Information bzgl. der Beitragsregelungen auf der Homepage unter der Rubrik: „Corana-Infos des Trägers“.

 

Eine weitere Belastung zeigt sich im täglichen Kampf zwischen Kinderbetreuung und der Erfüllung des Jobs. Häufig lässt sich beides nur sehr schwer oder gar nicht verbinden. Auf Grund des weiterhin bestehenden Betretungsverbotes gilt die Notfallbetreuung nur für bestimmte Berufsgruppen siehe dazu https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/corona-kindertagesbetreuung.php Bei Nichteinhaltung drohen hohe Geldstrafen.

All diese Regelungen haben nur ein Ziel – die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, zu verlangsamen und so wenig Menschenleben wie möglich zu gefährden. Es wird wahrlich sehr viel von jedem Einzelnen gefordert und die mögliche Umsetzung all der Auflagen sieht oft völlig unterschiedlich aus.

 

Wir alle haben aber eines gemeinsam – die Hoffnung diese Krise gesund zu überstehen! Und diese Hoffnung ist selbstverständlicher Weise zukunftsgerichtet. Möglicherweise drängen sich da auch bei einigen Eltern Fragen auf, wie z. B. Mein Kind hat jetzt so viel versäumt:

  • wird es den Schuleintritt bewältigen

  • wird der Kita-Start - wann auch immer - problemlos verlaufen

  • haben die Kinderfreundschaften diese Krise überstanden

  • und und und

 

Auf alle Fragen haben wir sicherlich keine Antwort, sondern müssen abwarten was die Situation bringt und können dann agieren.

 

Was wir aber definitiv sagen können ist:

Vorschulerziehung beginnt mit dem ersten Tag in der Kinderbrücke. Bereits im Februar und auch noch Anfang März haben die zielführenden Elterngespräche zur Einschulung stattgefunden. Sicher fehlen Ihren Kindern nun das Lernen und Erfahrungen sammeln in der Gruppe, aber unterschätzen Sie sich bitte nicht. Alles, was Kind in dieser Zeit in der eins zu eins Situation mit Ihnen erleben und mit allen Sinnen erfahren konnte, können wir in den großen Gruppen mit 12 bzw. 25 Kindern so nicht leisten. Auch diese Zeit lässt ihre Kinder reifen.

 

Wenn wir das mal auf der Grundlage des Bay. Bildungs- und Erziehungsplanes durchleuchten zeigt sich z. B.:

 

Emotionale Kompetenzen

In den Familien durften ihre Kinder die tiefgreifende Basiskompetenz „Vertrauen – ich bin nicht allein - verstärkt erfahren... auf meine Eltern kann ich mich verlassen, sie sind immer für mich da, egal was passiert. z. B. auch wenn ich meine Freunde vermisse, traurig bin, wütend bin ….

 

Soziale Kompetenzen – Verantwortung übernehmen

Auch sich selbst nicht immer so wichtig zu nehmen, Rücksicht zu zeigen, abzuwarten, eigene Bedürfnisse hinten anzustellen, weil meine Eltern auch noch dies und das zu erledigen haben oder meine Geschwister auch noch da sind. Mithelfen bei alltäglichen Dingen z. B. Tischdecken...

 

Eigenwahrnehmung – Kreativität - Selbständigkeit

Sich auch mal langweilen und dann vielleicht selbst Spielideen entwickeln und der Fantasie freien Lauf lassen. Oder aber die Notwendigkeit von einem strukturierten Tagesablauf erkennen und ein bisschen Selbstdisziplin entwickeln.

 

Gesundheit – Bewegung

Vielleicht haben gerade in dieser Zeit Spaziergänge, Fahrradfahren, Ballspiele etc. besonders Spaß gemacht oder ihre Kinder haben das Händewaschen endlich als sinnvoll anerkannt.

 

Diese Liste könnte um vieles mehr ergänzt werden. Was wir dadurch zum Ausdruck bringen möchten ist, dass ihr Kind einfach andere aber genauso zielführende Erfahrungen sammeln konnte und dadurch in seiner Entwicklung positiv gestärkt wurde.

 

Auf unterschiedlichen Basisebenen haben wir dazu mit unseren Beschäftigungsangeboten und Tipps über die Homepage beigetragen und werden dies auch weiterhin tun. Die Beschäftigungsangebote via Internet sind ja äußerst vielfältig und bei kindgerechter Recherche unerschöpflich.

 

Fakt ist, Verzicht musste und muss geübt werden. Das ist sehr schmerzlich, aber in der derzeitigen Situation nicht zu vermeiden. So fallen logischer Weise leider auch unsere geplante Freizeit in Vordorf und die Kindergartenübernachtung der Coronakrise zum Opfer. Wie wir unseren Vorschulkindern dennoch einen besonderen Abschluss ermöglichen…. steht derzeit noch in den Sternen. Für ihre Kinder formulieren wir dies auf der Kinderseite...

 

Liebe Eltern, Ihnen allen gebührt unsere Hochachtung! Wir können durchaus nachvollziehen, was Sie derzeit zu stemmen haben. Wir wünschen Ihnen weiterhin von ganzem Herzen Durchhaltevermögen, Kraft und Hoffnung auf ein gutes Ende dieser Herausforderung.

 

Ihr Kinderbrücken-Team

i.V. A. Sedlak-Hofmann

 

 

Herzliche Ostergrüße

 

Das Kinderbrückenteam möchte Ihnen, liebe Eltern und Ihren Familien mit ein paar Worten aus dem 2. Timotheus-Brief, gerade im Hinblick auf das nahende Osterfest, Zuversicht vermitteln.

 

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und Besonnenheit.“

 

Gemeinsam unter Gottes Segen haben wir die Kraft diese Zeit mit all ihren Herausforderungen zu bestehen. Unsere Liebe leben wir gerade in einem stärker werdenden Miteinander, zunehmenden telefonischen Kontakten und der Besonnenheit wie jeder Einzelne seinen neuen, ungewohnten Alltag meistert.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Lieben Kraft, Liebe und Besonnenheit und ein gesegnetes Osterfest.

 

Mögen wir uns alle gesund wiedersehen

 

Ihr Kinderbrückenteam

 

 

 

Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen über unsere Ev.-luth. Kirchengemeinde Marktredwitz

http://mak-evangelisch.de/

 

 

 

 

 

Ein kleiner Frühlingsgruß

 

 

 

 

 

"Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht!"

 

 

Jean Paul